Martin Solèr

1967, Luzern

Martin Solèr über sich: «Seit vielen Jahren bin ich unterwegs mit offenen Augen suchend und findend was liegen bleibt, verloren geht oder nicht mehr gebraucht wird an Materialien aller Art. Mich interessiert das Spannungsfeld vom Vergänglichen und vom Bleibenden zu einem spielerisch humorvollen Möglichen. Vom Chaos zur Ordnung – verbindend durch Technik und Mechanik. Ich lasse mich überraschen von den Dingen, wie sie sich mir zeigen, versuche Muster zu erkennen und zu verändern. Unbekanntes entdecken und Bekanntes immer wieder neu denken, so entstehen Objekte, Maschinen und Skulpturen, die sich bewegen, blinken und tönen, zum Spiel werden – alles zur Freude der Betrachtenden– ohne weiteren Sinn und Zweck.

Ich bin gelernter Maschinenmechaniker, Landschaftsgärtner und Erwachsenenbildner. Alle diese Berufserfahrungen fliessen in meine Arbeit mit ein. Ideen kann ich technisch und handwerklich umsetzen. Bei der Arbeit mit Menschen ist mir wichtig, Raum zu bieten, um mit dem Vorhandenen in den eigenen Möglichkeiten zu handeln.»

«Es muss sich bewegen.», erwähnt Martin Solèr wenn er über seine Kunstarbeiten spricht. Der gelernte Mechaniker, Landschaftsgärtner und Erwachsenenbildner kombiniert Metall-, Plastik-, Holz- und Elektroteile zu motorisierten Plastiken. Aufgrund eines zufallsgesteuerten Gestaltungsprozesses mit einem hohen Grad an Improvisation entstehen absurd-irrwitzige Kreationen unterschiedlicher Materialien. Es handelt sich bei den Abfallplastiken auch um ein Zusammenfügen unterschiedlicher Geschichten, die den jeweiligen Gegenständen aus der Vergangenheit, dem Fundort und der Reisen anhaften. Der Fundus an trivialen Alltagsmaterialien stammt von ausgedehnten Entdeckungstouren in Containern, Mulden, dem Strassenrand und leer stehenden Fabriken in der Schweiz und im Ausland. Die Recycle-Plastiken von Autodidakt Martin Solèr regen bei der Betrachtung zum Schmunzeln an und wecken eine Begeisterung für die technische Machbarkeit.

Im KKLB hat Martin Solèr gleich seine ganze Werkstatt eingerichtet. In unseren vier Kunst-Salon-Räumen geht es nun sehr bewegt zu und her. Mehrere Rauminstallationen sind so entstanden.

Weitere Infos und Arbeiten von Martin Solèr findet man auf seiner eigenen Homepage: www.martinsolerallart.ch