Albert Merz

Albert Merz wurde 1942 in Unterägeri ZG geboren.

Von 1972-75 hat er die heutige «Hochschule Luzern Design & Kunst» besucht. Später hat er seine Ausbildung mit einem Studium an der Hochschule der Künste in Berlin fortgesetzt. Bald darauf hat er sich entschieden ganz in Berlin zu leben und zu arbeiten. In dieser Stadt ist er bis heute geblieben und hat sich in all den Jahren zum bekannten Künstler mit Ausstellungen in ganz Europa etabliert. Im Sommer 2014 hat er eine grosse Arbeit im KKLB realisiert und seine Malereien «begehbar» gemacht, indem er in zwei grossen Räumen Zeichnungen direkt an die Wand gebracht hat. In der Augenklinik des Luzerner Kantonsspitals zeigt Albert Merz verschiedene Bilder, welche in den letzten 10 Jahren entstanden sind. Viele Arbeiten haben mit «Sehen» und »Erkennen» zu tun, was, wie er selber sagt «…offensichtlich zwei verschiedene Dinge sind.» Diese und andere Themen behandelt er mit den für ihn typischen Zeichen und Symbolen. In seiner künstlerischen Arbeit hat er nämlich ein grosses Repertoire an eben solchen Zeichen und Symbolen geschaffen. Diese tauchen immer wieder auf und natürlich entstehen Neue. So beispielsweise seine ganz persönliche Variante eines «Smileys», das neuerdings immer mal wieder erscheint.


Zum Wandbild «Hierhin – Dorthin»

Das grosse Wandbild «Hierhin – Dorthin» im Eingang der Augenklinik ist eine Arbeit von Albert Merz, die im Oktober/November 2014 extra für diesen Ort geschaffen wurde. Zu diesem Bild schreibt Merz selber:
Das Bild hängt an einem Ort, wo sich viele Wege kreuzen, zufällige und geplante. Wege, die man schweren Herzens geht, Wege die zu Freunden führen, Heimwege. Da ergeben sich Wegkreuzungen, 
Begegnungen aller Art, auch schicksalshafte.
Und das war meine ursprüngliche Idee: Die Fäden zu zeichnen, die die Parzen, die griechischen Schicksalsgöttinnen, zu Lebenslinien zwirnen und zu einem Schicksalsnetz verweben.
Im Leben gibt es immer oben und unten, aufsteigen und absteigen. Dies versinnbildlicht die Spirale, die ich eigentlich aus dem alchimistischen Labor geborgt habe. Dort steht die Spirale für einen Reinigungsprozess, die Destillation: Das Reine wird vom Unreinen getrennt. Übrig bleibt der Geist, das Geistige, die Quintessenz, das Wesentliche. Ich 
betrachte solche Vorgänge als immerwährenden Lebensprozess. Und so ist die Spirale zu einem wichtigen Symbol in meiner Arbeit 
geworden.
Wir sind Natur, allerdings domestizierte Natur. Wie Zweige, die man vom Strauch geschnitten und in einem Gefäss heimisch gemacht hat. Gefässe, Äste und Knospen gehören schon lange zu meinem Zeichenvokabular. Im Bild steht dafür die vereinfachte Vase mit den Blüten, die Schatten wirft. Der Schatten ist unvermeidbar, er ist Begleiter jeden Lebens. Aber ohne Licht, das eben auch Schatten erzeugt, könnten wir uns des Lebens kaum erfreuen.
Das alles spielt sich ab auf verschiedenfarbigen Leinwänden. Sie sind zwar nicht so bunt wie das Leben, aber verschieden wie unsere Leben.

Albert Merz
Berlin, im Oktober 2014

Weitere Infos und Arbeiten von Albert Merz findet man auf seiner eigenen Homepage: www.albert-merz-berlin.de

Postkarte von Albert Merz als PDF

Alle Bilder: Silas Kreienbühl

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS

Albert Merz in der neuen Augenklinik am LUKS