Marina Lutz

1988, lebt in Luzern

Marina Lutz ist in Rabius (GR) aufgewachsen. Sie absolvierte ein Bachelorstudium in Illustration an der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Künstleraufenthalte verbrachte sie im Moray Art Centre in Findhorn, Schottland, und in Palm Springs, Kalifornien. Marina Lutz ist ehemaliges Vorstandsmitglied bei Visarte Zentralschweiz und Mitgründerin der künstlerbetriebenen Galerie «a-space».

Seit dem Jahr 2009 arbeitet Lutz als freischaffende Künstlerin und Cartoonistin. Ihre gezeichneten Kommentare zum aktuellen Weltgeschehen publiziert sie regelmässig in verschiedenen Schweizer Medien. Lutz gestaltete zahlreiche Musikalben für internationale Bands. Ein Kunst-am-Bau-Projekt konnte Marina Lutz in der Raiffeisenbank Surselva in Ilanz (GR) installieren. Ihr malerisches Werk wurde bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert: Beispielsweise in der Galerie Löwen Chur, Art Copenhagen oder Paper Gallery Manchester. 2016 erhielt Lutz den Förderpreis für Kultur vom Kanton Graubünden.
Nach einem längeren Aufenthalt in Zug lebt und arbeitet Marina Lutz in Luzern.

Grüsse aus Emmenbrücke 2018

Die urbanen Landschaften zeigen den industriellen Teil von Emmenbrücke, wo sich auch das Atelier der Künstlerin befindet. Mit einer glasklaren Bildsprache zeigt sie Gebäude und Objekte, deren Funktionen sie nicht kennt. Ohne die Motive zu verfremden oder ihre Geschichte zu beleuchten, möchte Lutz lediglich zeigen, was ist. In einer Gesellschaft, die sich immer schneller bewegt und ständig durch verschiedene Reize abgelenkt wird, erfüllt ein solches Gemälde die einfache Funktion eines Fingerzeigs auf ein bestimmtes Objekt. Die Bilder verdeutlichen die Spannung zwischen Architektur und Natur, zwischen geometrischen und amorphen Formen. Die meist menschenleeren Szenen werden mit kleinen Lebenszeichen, wie Graffitis oder den Kondensstreifen eines Flugzeuges, ergänzt. Mit dem traditionellen Medium der Landschaftsmalerei setzt Lutz ein Statement hin zur Entschleunigung und zurück zum Kunsthandwerk.

Seit Herbst 2018 zeigt Marina Lutz ihre neusten Arbeiten im KKLB unter dem Titel «MNB» basierend auf Ausschnitten ihrer bisherigen Industriegemälde der Serie «Grüsse aus Emmenbrücke».
Die Farben und Linien erinnern nur noch entfernt an Bauelemente wie Rohre, Leitungen oder Geländer.

Weitere Infos und Arbeiten von Marina Lutz findet man auf ihrer eigenen Webseite: www.marina-lutz.ch