Martin Gut

1976, lebt und arbeitet in Luzern

Martin Gut`s komplexe, multimediale Werkwelt scheint unberechenbar zu sein, entwickelt sich jedoch konsequent an seiner künstlerischen Lebenshaltung entlang. Bruchstücke und Meinungen des modernen Lebens werden paradox montiert und in überraschende, nachhallende Wirkungszusammenhänge gebracht, wobei die Poesie der Werke nicht aus der Retorte kommt, sondern im verdichtenden, handwerklichen Arbeiten, im „Denken mit den Händen“ entsteht. In seinem Wirken offenbart sich das Anliegen des Künstlers erst recht, gesamtheitlich und an schneller Objektwirkung wie auch am leichten Markt vorbei Situationen zu schaffen, die ein zuweilen ironisches Gegengewicht zu unserem absurden realen Leben bilden, viel weniger verrückt als die Welt, aus der sie kommen. (über Martin Gut von Max Christian Graeff)

Beim Ausgang des KKLB steht Martin Gut `s «Erlebnisomat V».
Dies ist ein neu bestückter und umgestalteter Zigarettenautomat, aus dem man statt Zigaretten für 2.- CHF Erlebnisanweisungen kaufen kann.
“Sobald sich etwas wie Alltag ins Leben schleicht, werden wir zum Schicksal unserer selbst,” sagte Martin Gut und beschriebt die Grundidee des Erlebnisomaten im Spannungsfeld von Vorbestimmung und Zufall. Den Alltag als Schicksal auszutricksen und so neue Erlebnisse zu gewinnen, die man sonst nie gehabt hätte, das ist die Grundidee des Erlebnisomaten.

Weitere Infos und Arbeiten von Martin Gut findet man auf seiner eigenen Homepage: www.erlebnisomat.ch und www.gut.ch