Silvie Gorath

1986, lebt und arbeitet in Schlierbach

Silvie Gorath ist 1986 in Knonau geboren und später in Luzern Stadt aufgewachsen. Seit 2013 wohnt sie in Schlierbach, wo sie auch ihr Atelier betreibt.

2007 – 2009 absolvierte sie ein berufsbegleitendes Propädeutikum in Luzern. 2009-2010 Assistenz/Praktikum bei zentralschweizer Bildhauern. 2014 schloss sie die 4-jährige Lehre an der Holzbildhauerschule in Brienz ab. 2017 hat sie den Studiengang Kunst & Vermittlung mit Vertiefung in Bildender Kunst an der FH Luzern absolviert. Während dem Studium, arbeitete sie in einer Teilzeitanstellung als Bestatterin. Seit 2018 nutzt sie ihr Können in der Kunst und Glockengiesserei Rüetschi AG in Aarau und realisierte weiter diverse Kunstprojekte.
In ihrem künstlerischen Schaffen untersucht sie bildhauerische Fragen im traditionellen wie auch gegenwärtigen Kunstkontext.

Pissoir
Die «Absurdität» eine Männertoilette installativ zu bespielen stellt Fragen nach Wertigkeit, Intimität, Geschichte, in manchen Auffassungen vielleicht auch «Kunst oder nicht Kunst». Im Eigentlichen jedoch sind es genau diese spannenden Reibungspunkte, die Dialoge ermöglichen zu den Verhältnissen von Musealem Raum, Künstler, Werk und Rezipient. In ihrer Arbeit soll die Patina «Veredelung der Bronzefigur» erst durch den Rezipient selbst generiert werden, in dem er durch den Gebrauch «chemischer Prozess von Bronze und Urin» Oxidationsbilder entstehen lässt und so einen Abdruck seiner selbst hinterlässt.