Wechselausstellung

Öffnungszeiten

Die Ausstellung wird ab Donnerstag, 6. Mai 2021 mit maximal 15 Personen zugänglich sein. Eröffnungsfeierlichkeiten finden zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Öffnungszeiten
Montag-Samstag: 08:00-18:00
Sonntag: 13:00-18:00

Ab und zu finden Sie am Eingang die Mitteilung «Bitte nicht stören!» (Taufe, Beerdigung,…). Wollen Sie genau orientiert sein, so finden Sie die Daten fortlaufend auf unserer Webseite. Bei einem spontanen Besuch müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine Stunde warten müssen.

Das aktuelle Kunsthaus Sursee findet in der reformierten Kirche Sursee statt.
Die Ausstellung steht im Zusammenspiel mit unserer 100 Jahre-Jubiläums-Ausstellung «Blumen für die Kunst» 2021 im KKLB.
Bei der Ausstellung «Blumen für Thomkins» werden von 20 Künstlerinnen und 20 Künstler Arbeiten ausgestellt.

Folgende Kunstschaffende werden ihre Werke zeigen:

  • Adriana Zürcher
  • Lorena Heini
  • Niccel Steinberger
  • Kathrin Rölli
  • Marina Lutz
  • Ems Troxler
  • Marlène Schäfer-Schnyder
  • Brigitte Steinemann
  • Nina Steinemann
  • Clara Bürli
  • Erika Jaun
  • Isabelle Kurmann
  • Anica Lora Nizic
  • Madeleine Staubli
  • Liman
  • Dora Wespi
  • Michelle Grob
  • Odile Petitpierre
  • Simone Rösli
  • Aline Brun
  • Sylvia Heuser
  • Silas Kreienbühl
  • David Bucher
  • Tino Steinemann
  • Niklaus Troxler
  • Urs Heinrich
  • Stefan Rösli
  • Charles Moser
  • Heinz Julen
  • Künstlerduo Moosbeere: Céline Moos und Fredi Bieri
  • Dieter Scholz
  • Markus Reich
  • Christian Küng
  • Cédric Payri
  • Christian Hartmann
  • Michael Käufeler
  • Kurt Hunkeler
  • Bruno Fischer
  • Walo Spörndli
  • Elias Zürcher
  • Heinz Fuhrer

Marina Lutz, Wetz und Silas Kreienbühl im Kunsthaus Sursee DREI
07. August 2020 – 30. Dezember 2020

Marina Lutz: «Wasserfall über fallendem Wasser»
Die Luzerner Künstlerin Marina Lutz ist in einem kleinen Bergdorf im Bündnerland, umgeben von Felsen und Wasserfällen, aufgewachsen. Der Wasserfall stellt für sie eine wichtige Erinnerung der Bewegung dar. Im weltumspannenden U-Bahn-Netz von Martin Kippenberger hängt sie eine Wasserfallzeichnung über das fallende Wasser im Schacht auf. Der Ton im Schacht könnte auch von einem riesigen Wasserfall stammen.
Wetz: «Schaf Rösli im Kippenberger-U-Bahn-Lüftungsschacht».
Wetz zeigt im Kunsthaus Sursee DREI die original-revidierte Luftseilbahn mit Schaf «Rösli» die er mit Nik Hartmann für das Schweizer Fernsehen realisierte. Den Filmausschnitt zu dieser Arbeit finden sie hier.
Für Wetz ist die damalige Luftseilbahn vom Talboden Zihlenfeldlöchli, hoch in die Weite des Waldes steigend, eine Art Ausbrechen in die Tiefe und Weite der Welt. Im Lüftungsschacht vom weltweiten U-Bahn-Netz von Martin Kippenberger fühlt sich die Seilbahn bestens aufgehoben. Eine kindische örtliche Mobilität trifft auf eine globale Mobilität. Ein dumpfer einschlägiger Ton von der Autobahn her kommend, erinnert an den Ton der Mastenübergänge einer Seilbahn. Dieser Ton wird vermutlich in nächster Zeit nicht mehr zu hören sein. Die Bauarbeiten sind vermutlich abgeschlossen. Es wird nicht mehr über den Schacht auf dem Pannenstreifen gefahren. Daher hat Wetz bei seiner Seilbahn den Mittelmasten abgebaut.
Silas Kreienbühl: «Langeweile» Zur Arbeit
Silas Kreienbühl zeigt im Kunsthaus Sursee DREI eine künstlerische Forschungsarbeit in den Staatlichen Museen zu Berlin (Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart). Die Arbeit aus dem Jahr 2017 wird als eine geistige Bewachung vom Kunsthaus Sursee DREI eingesetzt. Die Ausstellung besteht aus 9 Digitalfotografien. Die Natur bringt gelegentlich Objekte in die Bilder. Auch diese werden bewacht. Der Luzerner Journalist Pirmin Bossart beschrieb diese Arbeit unter dem Titel: Wer, wenn nicht sie?
Sie hätten etwas zu erzählen. Die Aufsichtspersonen, die in den Ausstellungsräumen herumstehen und den Wert der Kunst bewachen. Aufpassen, dass das Museum ein herkömmliches Museum bleibt. Beaufsichtigungspersonal. Überwachungspersonal. Präsenzpersonal. Aber auch Personal des langen Schattens, der zwischen den Kunstwerken und den Betrachtenden liegt. Man fühlt sich nie ganz ungestört. Ein Museum eben. Ist das zukunftsträchtig?
Die Ausstellungen erzählen Geschichten, konfrontieren, senden Emotionen. Wer wüsste das besser als die Aufsichtspersonen, die sich tagein tagaus in den Räumen aufhalten. Die stummen Männer und Frauen in Anzügen sind dabei, wenn die Werke eingerichtet werden. Sie bekommen mit, wie sich die Künstler verhalten, sich bewegen. Sie hören ihre Stimmen, verfolgen ihre Gesten, reimen sich Vorstellungen zusammen. Sie sehen, wie die Werke im Raum positioniert werden, und auch später, wenn sie inszeniert sind. Sie machen sich ihre Gedanken dabei. Haben Empfindungen. Sie nehmen auch wahr, wie die Besuchenden darauf reagieren. Vielleicht hören sie einen geflüsterten Kommentar. Ein Räuspern. Eine Bemerkung. Erhaschen einen bestimmten Blick. Spüren, wie gewisse Besucher verwandelt werden. Wie sich ihre Blicke verändern. Wo sie hängenbleiben. Staunen. Erschrecken. Beglückt sind. Wer kennt diese Geschichten, wenn nicht sie?
Die fotografisch-künstlerische Forschungsarbeit in den Staatlichen Museen zu Berlin (Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart) bannt das stumme Potential und lässt reflektieren, was daraus zu folgern wäre. Sie nimmt das Aufsichtspersonal ernst und gibt ihm einen neuen Status: Alle Aufsichtspersonen sind ab sofort Kunstvermittler! Sie werden Mitwirkende im Kunsterlebnis. Langeweile verwandelt sich in Partizipation. Gleichzeitig wird das Museum zukunftstauglich. Es betrachtet die Besucher als Kunden. Für wen, wenn nicht für Kunden, wird der ganze Betrieb aufrechterhalten und sind die Werke ausgestellt?
Mit den Aufsichtspersonen als Kunstvermittler öffnen sich neue Bezüge. Ihr Fundus gründet auf einem langen Prozess des Teilhabens, wie ihn Besucher und Besucherinnen nie erfahren. Die Aufsichtspersonen haben Beobachtungen und Eindrücke gespeichert, die das Kunsterlebnis in diesen Räumen von Innen heraus erweitern. Im Museum der Zukunft stehen die Aufsichtspersonen nicht herum: Sie haben uns etwas zu sagen! Zur Arbeit

ThumbnailClip5 Zum Clip, zu Martin Kippenberger und «Metro-Net»

ThumbnailClip7 Zum Clip, zum Kunsthaus Sursee DREI und Martin Kippenberger

ThumbnailClip8 Zum Clip, zur Arbeit von Wetz

ThumbnailClip9 Zum Clip, zur Arbeit von Marina Lutz

ThumbnailClip10 Zum Clip, zur Arbeit «Langeweile» von Silas Kreienbühl

Wetz und Silas Kreienbühl im Kunsthaus Sursee ZWEI
13.4.2020 | 20.30 Uhr

Aus der Stube, in die Stube
Auf Initiative von Other Music Luzern präsentieren verschiedene Kulturinstitutionen in Zusammenarbeit mit Luzerner Medien Auftritte hiesiger Kulturschaffender – in Zeiten Covid-19 natürlich Web-exklusiv auf den Sozialen Medien, ganz im Sinne von Physical Distancing und #PleaseStayHome.
Das Kunsthaus Sursee hat eine Ausstellung von Wetz und Silas Kreienbühl gezeigt. Und zwar am Montagabend, 13. April 2020.
Film Ausstellung Wetz und Silas Kreienbühl 13.4.20
Der Live-Stream kann auf folgenden Kanälen nachgesehen werden:
www.facebook.com/kulturmagazin
www.facebook.com/OtherMusicLuzern
www.instagram.com/041daskulturmagazin
Zentralplus
Weitere Infos

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Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger im Kunsthaus Sursee EINS
31. 12. 2018 – 01. 06. 2019

Artgerechtes Shopping
Für das Kunsthaus Sursee im Otto’s hat das Künstlerduo Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger ein artgerechtes Shopping inszeniert – als Beitrag zur politischen Unkorrektheit.
Das Künstlerduo arbeitet seit 1997 ortsspezifisch und gerne an aussergewöhnlichen Orten. 2003 vertraten sie die Schweiz an der Biennale von Venedig. Zu sehen waren ihre Arbeiten unter anderem im Museum Kunstpalast in Düsseldorf, im Museum des 21. Jahrhunderts in Kanazawa, in der Stiftsbibliothek St. Gallen, an den Biennalen von Sevilla, Sydney und Moskau sowie im Kunsthaus Bregenz und zuletzt 2018 im Museum Tinguely in Basel.
Für das Kunsthaus Sursee ist es ein grosses Glück, eine Ausstellung des Künstlerduos Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger ausrichten zu können.

Charles Moser im Kunsthaus Sursee EINS
28. August bis 27. November 2018

Gorilla
Bei der Konzeption seiner aktuellen Ausstellung im Kunsthaus Sursee schlenderte Künstler Charles Moser durch die Otto’s-Filiale und entwickelte aus dem dortigen Warenangebot heraus eine Arbeit, die gesellschaftliche Fragen wie das Konsumverhalten ebenso zum Thema macht wie Rassismus.
Mit im Verkaufsladen feilgebotenen Produkten erzählt Charles Moser Geschichten, indem er die vorgefundenen Artefakte in einen neuen Kontext stellt. So stiess er mitunter auf einen fast einen Meter grossen Gorilla aus Kunststoff, den er sogleich in die Ausstellung integrierte. «Von vielen bedrohten Tierarten werden heute künstliche Duplikate angefertigt, an denen sich der Mensch erfreuen soll. Gleichzeitig ist es der Mensch, der dafür verantwortlich ist, dass solche Geschöpfe am Verschwinden sind», erklärt Moser. So ist der dem Warendschungel entrissene Gorilla denn auch im Ausstellungsraum nicht frei: Auf allen vier Seiten des Raumes sind Gitterstäbe angebracht, dahinter die vermeintliche Freiheit in Form von mit Dschungeldickicht bedruckten Duvets.
Dem Kunststoff-Gorilla hat Moser eine Wasserwaage in die Hand gelegt – ein Zeichen für die Intelligenz dieses aus Afrika stammenden Lebewesens. Doch an den Wänden angebrachte Tafeln mit Aussagen verschiedener Persönlichkeiten – von Franz Kafka bis hin zu Donald Trump – führen den Betrachter immer näher an einen kulturellen Diskurs, der auch Rassismus zum Thema macht. Anhand dieser Eindrücke kommt der Betrachter letztlich nicht drum herum, das Verhältnis der westlichen Welt zum afrikanischen Kontinent und seinen Bewohnern zu hinterfragen.

Wetz im Kunsthaus Sursee EINS
17. April bis 7. August 2018

Wetz-Ausstellung im Kunsthaus Sursee
Die erste Wechselausstellung im Kunsthaus Sursee, für die Wetz himself verantwortlich zeichnete, machte sich schon beim Durchstreifen des Ladens bemerkbar. Überall an den Säulen in der Surseer Otto’s Filiale hingen weisse Texte mit Merksätzen, die zu einem inspirierteren Leben motivieren. Drinnen im Wechselausstellungsbereich vom Kunsthaus Sursee konzentrierte sich Wetz auf drei Werke: «Bilanz» war eine bittere Feststellung mit einer lebensfrohen Konsequenz. Die Videoarbeit plädierte für mehr «Unordnung und laisser-faire» im durchgetakteten Alltag. Das dritte Werk im weissen Raum materialisierte die Videoarbeit: Ein Theken-Objekt mit einer ordentlichen «Wetz-Unordnung» konnte da gekauft werden.
Die Kuppel im Wechselausstellungs-Bereich vom Kunsthaus Sursee hatte Wetz blau gestrichen und mehrschichtig materialisiert. Mit dem güldenen Krimskrams und den Wetz-Schafen, die er hier nicht naturnah aber glückselig weiden liess, hob die Ausstellung erst richtig ab. «Eine Herde weisser Schafe ist mein Königreich, und die kleine Hütte mein Palast», hatten die Besucher bei der Eröffnung zusammen gesungen. Dort wurde endgültig klar, was damit gemeint war.

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