Ende gut, ALLES GUT!

Ende gut, ALLES GUT!

Das wunderbare Kunstwerk “U-Bahn-Station Landessender Beromünster” hat nicht wirklich lange gelebt. Es konnte sogar nicht ganz zu Ende gebaut werden. Trotz einer späten offiziellen Baubewilligung hat sich Wetz entschieden das Werk zurückzubauen. Die künstlerischen Freiheiten wurden bei der Baubewilligung vom Werk “U-Bahn-Station Landessender Beromünster” leider eingeschränkt. Das wollte der Künstler Wetz seinem riesigen Kunstwerk nicht antun.

Wetz sagte dazu: “Wenn ich in der Kunst das Gefühl habe die Welt sei rund und meine Baubewilligung sagt sie sei flach habe ich im besten Willen nicht die Möglichkeit die Welt linsenförmig zu sehen!”

“Immer mal wieder bei Sauwetter-Perioden und den entsprechenden Strassenverhältnissen wären wieder ALLE froh, wenn ich damals die U-Bahn fertig gebaut hätte!”

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PROJEKT-BESCHRIEB:

Ein grosses unvollendetes Kunstwerk von Wetz:

ART-BUNKER-LUCERNE MIT EINER GROSSEN U-BAHN STATION LANDESSENDER BEROMÜNSTER

Im bestehenden KKLB-Bunker, der unterirdisch mit mehreren langen Gängen mit dem KKLB-Hauptgebäude verbunden ist, stellt ein hochspannender “Krimi” in Anlehnung an die Wirklichkeit als «Installations-Roman» von Wetz dar.
Die beiden Untergeschosse (1. UG und 2. UG) vom bestehenden Bunker und auch ein grosser Teil der unterirdischen Gänge wurden dafür aufwendig saniert.

Danach entstand ein Zugang zum U-Bahn-Netz des deutschen Künstlers Martin Kippenberger. Dieser erlangte ab 1993 grosse Bekanntheit mit seinem Kunstprojekt «Metro-Net», mit welchem er auf der ganzen Welt verschiedene Teile eines weltumspannenden U-Bahn-Netzes realisierte.

Der U-Bahnhof «Landessender Beromünster» wurde sehr grosszügig realisiert. Er sollte auch für grosse Gruppen die für eine KKLB-Besuch anreisen genügen.

In den Räumen vom Bahnhof waren laufend neue Ausstellungen vorgesehen. Die erste blumenreiche Ausstellung konnte noch vor der Fertigstellung bereits realisiert werden. Diese hatte der Künstler Silas Kreienbühl gemacht. Die darauffolgende Ausstellung in diesen U-Bahnhof-Rohbeton-Räumen von Wetz wollte der geniale Künstler Valentin Beck in Angriff nehmen. Valentin Beck wollte mit hunderten Kreidezeichnungen und Kreideobjekten eine «grosse weite Welt» in den U-Bahn Eingang zaubern. Das ist etwas, dass ich sehr gerne erlebt hätte! Schade!

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BAU-BESCHRIEB:

Nach dem der Künstler Wetz über mehrere Monate sehr umfangreiche Baggerarbeiten fertig realisiert hatte, starteten die Bauarbeiten für seine U-Bahn Station in der tiefen Baugrube.
Vor dem Baubeginn mussten leichte Anpassungen beim bestehenden Bunker vorgenommen werden.
Danach wurden zwei der drei Treppen von der Hoch- und Tiefbaufirma H&T Sursee auf eine Fundation versetzt. Und die Haupt-Halle des U-Bahnhofs wurde erstellt.

Zwei sehr lange und schöne Fertigbeton-Treppen, je 4.47 Tonnen schwer, führten weit im Boden in die U-Bahn-Haupt-Halle. Diese Treppen wurden von der Sebastian Müller AG einbaufertig angeliefert.
In der U-Bahn-Haupt-Halle stehend, gab es eine spannenden Blick durch einen neuen Meter hohen Zwei-Meter-Durchmesser-Betonröhren-Turm ohne Verglasung direkt zum Himmel hoch. Um das Gewicht des 14 Tonnen schweren neunteiligen “Bohler-Beton-Röhren-Turm” auf der Beton-Raumdecke von der U-Bahn-Haupthalle aufzufangen war eine umfangreiche Planung vom Ingenieure- und Statikerbüro Blesshess AG aus Luzern erforderlich. Diese hatten die nötigen grossen Mengen an Eisen-Armierungen für den U-Bahn-Baumeister H&T AG aus Sursee perfekt vorgegeben.

Dank einer perfekten Pläne vom U-Bahn-Planungsbüro BB Bauvision AG aus Wolhusen konnte über einen weitere Aufwärtstreppe ein weiterer Beton-Raum erschlossen werden. Dieser führte die U-Bahn-PendlerInnen direkt zu den beiden fiktiven U-Bahn-Geleisen.

Neben der riesigen Menge von qualitativ hochwertigen Beton, der von der Firma Sebastian Müller aus Rickenbach angeliefert wurde, war auch einiges an Schotter für Beete, Baustrassen sowie Recycling-Beton für verschiedene Arbeiten in Mager-Beton erforderlich. Dieses lieferte die Amrein AG von Hasenhusen.

Der Baukran wurde mit Hilfe von einem riesigen Autokran in der Baugrube auf- und später abgebaut. Diese ausserordentliche spektakuläre Aktion wurde von der Kranfirma Sepp Vogel realisiert.

Der perfekte Rückbau wurde von der Firma Aregger AG Buttisholz sehr umweltschonend durchgeführt. Sämtlicher Beton konnte als Recycling-Beton wieder für neue Bauten eingesetzt werden.
Zur grossen Freude der Denkmalpflege wurde nach dem Rückbau, die für die U-Bahn nötigen Anpassungen am bestehenden Bunker wieder originalgetreu neu erstellt.

Mehr Detail und Einsichten kann man bei der Sendung “Unterwegs” vom Innerschweizer Fernsehen Tele 1 sehen. Die Sendung finden sie auf dieser Seite.

Alle erwähnten Firmen kamen dem Künstler Wetz mit grosszügigen Unterstützungsgeldern entgegen. Dank dem waren die Kosten für Wetz überschaubar. Auch hier noch ein Dank für meinen U-Bahn-Engel Robert, der Eskalationen verhindern konnte. Und auch ein Dank an die Gemeinde Beromünster für ihr offensichtliches Wohlwollen.

Zum Kunstwerk sind zahlreiche Berichterstattungen in den Medien erschienen: Siehe unter meiner Rubrik Reaktionen.