Unser 100 Jahre Jubiläum hat schon länger begonnen!

100 Jahre Jubiläum im 2021

90 Jahre Landessender plus 10 Jahre KKLB

Die Vorspann-Kunstwerke von Wetz

Die Sache betreff Jubiläum ist komplex:
1.
90 Jahre Landessender: Diese vielen Geschichten (nur schon diese, die wir kennen) füllen Bücher. Immer bei Führungen im KKLB spielen sie eine Rolle. Man kann uns 20x besuchen und es gibt durch unsere laufenden Recherchen und den Aussagen von Besuchern immer wieder neue Geschichten über das Mutterhaus der SRG.
2.
10 Jahre KKLB: Auch hier gibt es sehr viel zu erzählen. Angefangen hat ja alles Schritt für Schritt. Da gab es zuerst die Führungen mit den ersten 10’000 Besuchern im kunstleeren neuen Kunsthaus für 22 Franken Eintritt. Und dann die sehr zahlreichen Ausstellungen und die unterdessen mehreren tausend Performances.
3.
Die 21-jährige Jubiläums-Chef-Kuratorin Marlene Jost ist schon lange an der Arbeit. Ihr Co-Kurator ist Tino Steinemann. Zusammen bringen sie im 2021 fast 100 Jahre Lebenserfahrung und ein grosses Ausstellungsmacher-Wissen mit.
Das wird ein Mega-Ding! So viel kann Wetz, Leiter Gesamtkunstwerk KKLB, schon mal auf sicher versprechen.
Die 100 Jahre Jubiläums-Ausstellung hat den Titel «Blumen für die Kunst» und ist eine Adaption vom Aargauer Kunsthaus in einer anderen Form.

Nun zu den Vorspann-Kunstwerken von Wetz:

Das erste Vorspann-Jubiläumswerk war von sehr kurzer Dauer. Das Wetz-Kunstwerk auf dem Sendeturm wurde schon nach der Probe und der darauf folgenden ersten Aufführung ausgesteckt. Wie erwartet wurde die Tanz-Bewilligung, wie früher in der Karwoche, nicht wirklich ausgestellt. Siehe Link

Nun folgt das zweite Vorspann-Jubiläumswerk:
Wetz: «Reeperbahn-St.Pauli» 2020
Eine Miniatur-Adaption von einem «Jeff Koons-Entwurf im Grab-en»

Ausgangslage:
Unser Jubiläum steht vor der Tür. Unser KKLB-Stallmeister Alfons Röthlin musste als Marktchef von Beromünster die Kilbi absagen. Sogar die örtliche Mega-Giga-Performance, der Auffahrtsumritt, hat nicht stattgefunden. Die «Prostitutions-Arbeiterinnen» leiden an Kundschaftsmangel. Die Schiessbuden-Arbeiter beziehen Kurzarbeitsentschädigung.
Wie immer in solchen schwierigen Zeiten gibt es auch ein paar Profiteure: Das grossräumige KKLB ist für Kleingruppen sehr gefragt. Unsere KKLB-Administrations-Direktorin hat bei ihrer Teilzeitarbeit in der Apotheke unglaublich viel zu tun.
Unser Jubiläum wird in einer solchen Zeit wohl eher nicht so laut ausfallen. Das heisst aber nicht, dass es fad wird. Im Gegenteil! Eine wunderbare Würzigkeit ist in der Kunst auf keinerlei kitschigen «Wow-Effekt» angewiesen.

Also nun:
Wetz sagt, dass nun in unserer Corona-Zeit die Zeit gekommen ist, um das Hamburger «Wow-Kunstwerk» vom «Künstlergschpändli» Jeff Koons aus dem Jahre 2003 definitiv zu begraben. Das Wetz-Werk «Reeperbahn-St.Pauli» soll trotz seiner Bescheidenheit eine starke Kunst-Show werden. Das grosse Grab wird natürlich nicht nur für den Baukran und dem dran hängenden, kitschigen «Möchtegern-Koons-Ding» ausgehoben. Dieses Grab ist auch der Anfang von der Wetz-Grossinstallation «art-bunker-lucerne», die im Jubiläumsjahr eröffnet werden soll. Dabei spielt der schöne Adi, der am ersten Tag der vereinigten Nationen gestorben ist, die Hauptrolle. Also nach dem Friedensaufruf im Mai 1945 als alle Kirchenglocken vor Freude Sturm läuteten. Es war ein Unfall im sehr langen unterirdischen Gang, so wurde es protokolliert. Dieser Gang zwischen Landessender-Bunker und Landessender-Hauptgebäude konnte gegen den Feind mit Wasser geflutet werden. Ob es ein Unfall war, stellt Wetz bei seinem «Installations-Roman in Anlehnung an die Wirklichkeit» bei seinem «art-bunker-lucerne»-Projekt total in Frage. Wurde ihm die unvegetarische Nähe zur Frau Landessender-Direktorin, zehn Tage vor seinem «Unfall»-Tod, zum Verhängnis? Diese Frage wird in einer Bunker-Installation ganz Nahe beim Ereignisort gestellt. Der schöne blumengeschmückte Sarg im zweiten Untergeschoss vom Landessender-Bunker wird in Beziehung zum KKLB-Jubiläums-Ausstellungs-Titel «Blumen für die Kunst» stehen. Beim «Installations-Roman in Anlehnung an die Wirklichkeit» von Wetz sind alle vorkommenden Personen, Schauplätze, Ereignisse und Handlungen frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Wetz wird noch drei weitere Werke für diese Ausstellung realisieren. Die künstlich beatmete Kuh Lotti aus dem Jahre 1993 hat bekanntlich nach 23 Jahren mit Atmen aufgehört. Noch lebloser hat sie an Attraktivität nichts verloren. Im Jubiläumsjahr bekommt sie als KKLB-Publikumsliebling ein schönes «Blumenkränzli» verpasst. Und Wetz baut schon bald sein «Kunst- und Naturblumentreibhaus» auf. Es soll schon beim Jubiläums-Ausstellungsbeginn im April die ersten Naturblumen für das KKLB abwerfen. Und auch noch wird das bekannte Wetz-Koons-Blumenbild ausgestellt. Dieses realisierten Jeff Koons und Wetz zusammen an der Art Basel in Basel am 6.10.2002. Alle diese Werke wurden bereits von der Chef-Kuratorin der Jubiläums-Ausstellung «Blumen für die Kunst» definitiv bewilligt. Der Untertitel der Jubiläums-Ausstellung lautet übrigens: Eine Adaption vom Aargauer Kunsthaus in einer anderen Form.

Realisation vom Kunstwerk «Reeperbahn-St.Pauli»:
Wetz schaufelt als Baggerfahrer sein Kunst-Grab selber. Der grosse Bagger dazu bekommt er von David und Edy Lang. Der kleine KKLB-Bagger geht in dieser Zeit zu Lang’s nach Sempach in die Revision. Eine geistige Weiterbildung betreff Erddruck hat Wetz bei Paul Fuchs von H&T Sursee absolviert. Baggerfahren kann er dank den Ausgrabungen von Landessender-Bunkerteilen und unterirdischen Landessender-Gängen gut. Er hat also schon fast zehn Jahre Bagger-Erfahrung. Der Kran kommt, wie auch schon beim Bau der 18 Meter hohen KKLB-Schaerholzbau-Kathedrale ohne Fenster, von Sepp Vogel aus Ohmstal. Das von Wetz gewünschte kitschige aufblasbare «Plastik-Einhorn-Ding» fand der KKLB-Generalmanger und KKLB-CDO David Bucher bei den Recherchen von www.ottos.ch im Internet.

Bewilligung:
Nach ersten Abklärungen von Wetz bei Baufachleuten ist in der Sonderbauzone Landessender im Baubereich D (Aussenraum mit grösseren Kunstobjekten und Bauten) keine spezielle Bewilligung für ein befristetes Aufstellen von einem Kunstwerk erforderlich. Wetz hat aber das Bauamt von Beromünster trotzdem über das Aufstellen vom Kunstwerk «Reeperbahn-St.Pauli» informiert.
Die Gemeinde Beromünster sieht das auch so. Das Kunstwerk darf einfach nicht höher als die drei Kühltürme vom KKLB werden, also nicht höher als 13 Meter über dem gewachsenen Terrain.

Zum Projekt «art-bunker-lucerne»
gibt es nun wieder einmal ein alt bekanntes Interview von Werner Zihlmann mit dem Künstler Wetz
(WZ = Werner Zihlmann)
WZ: In den vergangenen 10 Jahren KKLB gab es nur noch ganz selten dieses sehr beliebte Interview von Werner Zihlmann mit Wetz. Warum?

Wetz: Früher waren Sie Herr Zihlmann fast der einzige, der sich für meine Projekte interessierte. Heute gibt es viele Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen und auch viele neue Medien, die mir laufend Fragen stellen.

WZ: Ich habe gehört, dass Sie bei Ihrem neuesten KKLB-Projekt «art-bunker-lucerne» die heute schon feudale Erreichbarkeit vom KKLB noch weiter ausbauen möchten!

Wetz: Ja, was uns noch fehlt ist der vom Kanton Luzern schon lange versprochene direkte Veloweg zu unserem Nachbarn, dem guten Restaurant Chommle… und eine direktere Verbindung ins Engadin.

WZ: Veloweg ja. Aber die Verbindung der Flugplätze Samedan-Beromünster und noch dazu der KKLB-eigene Helikopter-Landeplatz. Da ist doch alles bestens gewährleistet.

Wetz: Ja. Der Flughafen Beromünster ist aber nicht für alle Flieger unserer Besucher genug gut ausgebaut. Natürlich sind wir verwöhnt. Anständige Hotels im Engadin verfügen ja bekanntlich heute über luxuriöse Limousinen und gute Chauffeure. Und dank dem neuen Vereina-Tunnel, unserem direkten Autobahnanschluss in Sursee und dem grossen eigenen Car- und Autoparkplatz bleibt natürlich alles im grünen Bereich.

WZ: Apropos grüner Bereich. Gäbe es da noch Verbesserung beim ÖV?

Wetz: Nein nicht wirklich. Seit zehn Jahren haben wir eine direkte Haltestelle von unserem ÖV-Transfer-Bus direkt vor der KKLB-Haustür. Und wir sind mitten in der Schweiz. Zürich, Bern, Lugano, Genf und Basel sind über den Bahnhof Sursee und der Postauto Haltestelle Hasenhusen, kombiniert mit unserem ÖV-Abhol-Dienst, ganz direkt angeschlossen. Viele unserer Besucher aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich kommen so oder so oft mit ihren eigenen Autos oder mit einem eigenen Luxus-Car. Verständlich, weil bei keinem anderen international bekannten Kunsthaus kann man heute noch gratis und direkt vor dem Haus parkieren. Und auch die Strassen sind bei uns nur ganz selten verstopft.

WZ: Was haben Sie dann noch für Wünsche zum 100-Jahre-Jubiläum (90 Jahre Landessender plus 10 Jahre KKLB) bezüglich ÖV offen?

Wetz: Einen ganz direkten U-Bahn-Anschluss vom weltumspannenden Netz von Martin Kippenberger möchte ich beim neuen KKLB-Projekt «art-bunker-lucerne» realisieren.

WZ: Ja, das wäre natürlich eine traumhafte Sache. Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Wetz: Glückwünsche alleine helfen da natürlich noch nicht zur Realisierung. Das braucht auch noch ein paar Investoren. Aber ich bin zuversichtlich. Bisher konnten wir alle unsere Träume verwirklichen. Dank unserem grossen KKLB-Erfolg gibt es immer genug Leute, die gerne mit uns Zusammenarbeiten.

WZ: Werden da wiederum Top-Firmen wie die Sebastian Müller AG von Rickenbach und die H&T aus Sursee mit dabei sein?

Wetz: Sie sind gut orientiert. Sicher werden diese wiederum dabei sein. Aber auch der direkte Nachbar Amrein AG und weitere langjährige KKLB-Sponsoren wie Otto’s, HUG Familie, Fitness Connection Wolhusen, Be Netz AG, schaerholzbau, Zihlmann AG, Sigmatic usw.

WZ: Würde mit dem neuen Landessender-U-Bahn-Eingang auch der direkte Anschluss ins Engadin realisiert werden?

Wetz: Ja, die Engadin-Verbindung dank dem U-Bahn-Eingang in Zuoz wäre damit gewährleistet. Und das alles mit bester Luftqualität. Seit 2003 gibt es den U-Bahn-Lüftungsschacht im Surseer Wald mit Waldluft. Dort, wo momentan unser www.Kunsthaus-Sursee.ch den Leuten viel Freude bereitet.

WZ: Was gibt es noch für andere Stationen? Sie sprechen von einem weltweiten U-Bahn-Netz.

Wetz: Beim von Martin Kippenberger 1993 geplanten, aber bis heute noch nicht komplett realisierten U-Bahn Netz «Metro-Net» sind an folgenden Orten U-Bahn-Teile vorhanden: Los Angeles, Helsinki, Dawson City, Hollywood, Kassel, Paris, Genf, Zuoz, Rom, Syros, New York, Leipzig, Wien, Tokyo, Münster, Nizza, Athen, Ägypten, St. Georgen, Karlsruhe, Köln, Madulain und Sursee. Der sehr bekannte U-Bahn-Lüftungsschacht von Martin Kippenberger, realisiert vom Pavillon-Kommissar Julian Heynen im deutschen Pavillon an der 50. Biennale Venedig, musste leider wieder zurückgebaut werden. Das ist natürlich schade. Gerne wären wir vom KKLB immer mal wieder husch-husch nach Venedig gefahren.

WZ: Weltweit super! Dann wird es sicher eine Schutzmaskenpflicht geben?

Wetz: Nein, das virtuelle Kippenberger-U-Bahn-Reisevergnügen bleibt für immer und ewig schutzmaskenfrei.

WZ: Danke für das Interview.

Wetz: Ich habe zu danken.

Reaktionen

08.10.2020 | Anzeiger Michelsamt: Was geht denn da beim KKLB vor sich? (Sandro Portmann)

Wetz

Der international bekannte und erfolgsverwöhnte Künstler Wetz wurde 1961 im Zihlenfeldlöchli in Wolhusen geboren. Seit 2011 konzentriert sich Wetz zusammen mit seinem Team auf sein neustes Grossprojekt: Das «KKLB – Kunst und Kultur im Landessender Beromünster». Das KKLB ist heute eines der grössten und erfolgreichsten Kunst- und Kulturprojekte der Schweiz.

Wetz

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