Realisation

Öffnungszeiten

Die Ausstellung wird ab Donnerstag, 6. Mai 2021 mit maximal 15 Personen zugänglich sein. Eröffnungsfeierlichkeiten finden zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Öffnungszeiten
Montag-Samstag: 08:00-18:00
Sonntag: 13:00-18:00

Ab und zu finden Sie am Eingang die Mitteilung «Bitte nicht stören!» (Taufe, Beerdigung,…). Wollen Sie genau orientiert sein, so finden Sie die Daten fortlaufend auf unserer Webseite. Bei einem spontanen Besuch müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine Stunde warten müssen.

Realisation vom nun folgenden Kunsthaus Sursee VIER

Die reformierte Kirche in Sursee wurde für die Ausstellung Kunsthaus Sursee VIER neu renoviert. Alle Thomkins-Fenster wurden aufgefrischt und die ganze Kirche erscheint im neuen Glanz.

Eine 24-teilige Kunsthaus-Sursee-Vortragsreihe in der Ausstellung «Blumen für Thomkins» mit Themen der Kunst, Gesundheit und Religion startet im April.

Unsere Idee ist es mit 40 Kunstschaffenden in diese hervorragende Kirche einzugreifen. Betritt man die Kirche, wird die Ausstellung Kunsthaus Sursee VIER im ersten Blick nicht sichtbar sein. Kniet man sich zwischen den Bänken nieder, und wechselt so die Perspektive, erblickt man unter den Kirchenbänken die total 120 Kunstwerke von den 40 Kunstschaffenden. Unter jedem Kirchenbank werden je drei A4 Formate angebracht. Im Vorraum der Kirche wird ein an der Architektur perfekt angepasstes Holz-Gestell stehen, bei dem man sich ein Kissen nehmen kann. Mit dem Kissen schreitet man zu einer Bank, legt es auf den Boden und kniet sich hin, damit man unter der Bank die Werke betrachten kann. Coronagerecht steht neben dem Gestell genug Desinfektionsmittel bereit um die Kissen danach und vorher hygienisch perfekt zu halten. Für die Besucher, welche eine Behinderung haben, steht neben den Kissen ein Selfie-Stick bereit. Mit diesem können die Besucher unter die Bänke schauen ohne sich bücken zu müssen. Für die Orientierung, welche Kunstschaffenden sich wo befinden, ist jeweils der Name auf der jeweiligen Kirchenbank beschriftet. Neben den Namen der KünstlerInnen ist ein QR-Code angebracht. Liest man diesen ein, erfahrt man mehr über den jeweiligen Kunstschaffenden.

Realisation vom Kunsthaus Sursee DREI
Der bestehende U-Bahn-Lüftungsschacht von Martin Kippenberger ist unfreiwillig entstanden. Als eine der Gewässerunterführungen beim damaligen A2-Autobahnbau 1980, vermutet Wetz. Damals wurden einiges an den Bächen verändert. So wurde auch der Lauf der Sure massiv tiefer gelegt und das ganze Venedig-Gebiet in Sursee entwässert. Erst im Jahre 2003, sechs Jahre nach dem frühen Tod des Künstlers, hat Wetz diesen Schacht offiziell dem U-Bahn-Netz von Martin Kippenberger zugeordnet. Im gleichen Jahr wurde bei der 50. Biennale in Venedig im Deutschen Pavillon ein neuer Lüftungsschacht aufwendig in den Marmorboden installiert. In Venedig und in Sursee wurde so das weltumspannenden fiktive U-Bahn-Netz von Kippenberger um zwei Arbeiten erweitert. Der ausserordentlich spannende Künstler Martin Kippenberger ist 1953 in Dortmund geboren, in Essen aufgewachsen und mit 44 Jahren in Wien gestorben.
Die kleinen Eingriffe im U-Bahn-Lüftungsschacht für den Einbau der Wechselausstellung von Marina Lutz, Wetz und Silas Kreienbühl wurden von Marlene Jost, David Bucher, Alfons Röthlin und Rita Kurmann realisiert.

Realisation vom Kunsthaus Sursee ZWEI
Der bestehende Raum vom Rinder-Stall im Zollhaus Schenkon mit all seinen Gebrauchsspuren ist ein Wunder der Ästhetik. Zuerst Ausmisten und Einstreuen war die Arbeit von David Bucher und Wetz. Eine Dienstleistung an den Bauern. Dieser hält seinen Stall auch ohne uns immer in der nötigen Ordnung. Aber wir wollten es so wie wir es wollten. Der Bauer lies unsere Intervention zu. David Bucher installierte die Beleuchtung und Silas Kreienbühl sammelte 100 und mehr Löwenzahn-Köpfe auf dem umliegenden Feld. Wetz platzierte die Ausstellungssockel aus Stroh, die von Hanspeter Jost angeliefert wurden. Marlene Jost stellte zusammen mit Wetz die Löwenzahn-Objekte her und Silas Kreienbühl realisierte die Filmaufnahmen.

Realisation Kunsthaus Sursee EINS
Die Architektur vom Kunsthaus Sursee EINS, mitten in der Otto’s-Filiale Sursee, wurde in einer Teamarbeit von Monika Steiger und Wetz entworfen. Die Kunsthaus-Baumeister Lukas und Walter Schär von der Firma «schaerholzbau» realisieren das Haus in einer «Form der Elemente». Der Aufbau vor Ort wurde vom KKLB-Team selber, verstärkt mit Daniel Zihlmann, Lukas Schär und Stefan Müller, realisiert.
Von Seiten der Firma Otto’s AG waren neben dem CEO Mark Ineichen der Leiter Bau und Ladenbau Stefan Basler, der Regionalverkaufsleiter Andreas Steinacher, die Direktionsassistentin Angela Schnyder und die Filialleiterin-Sursee und zugleich Kunsthaus-Sursee-Direktorin Jeannette Stäuble aktiv für das Kunsthaus Sursee tätig.
Oberfassade vom Kunsthaus Sursee EINS
Die in Büron aufgewachsene und in Biel lebende Künstlerin Monika Steiger verwandelt den Dachkranz des Kunsthauses mit einer Installation, zu der sie sich durch die Ästhetik der Leuchtreklamen inspirieren liess. „Zwar ist die Beleuchtung beim Präsentieren der Otto’s Waren normalerweise sehr wichtig, aber sie bleibt doch immer zweitrangig“, sagt die Künstlerin. Also gibt sie in ihrer Installation verschiedenen Lichtsituationen eine Plattform und rückt sie ins Zentrum.
In ihrem speziell für das Kunsthaus Sursee konzipierten Werk vervielfältigt sie vier unterschiedliche Lichtstimmungen. Durch Kombination entstehen auf spielerische Art und Weise acht miteinander verbundene Module, die das Dach umschliessen und das Kunsthaus erstrahlen lassen. Monika Steiger hat nach ihrem Studium als Innenarchitektin einen Masterabschluss als Ausstellungsdesignerin in Genf gemacht. Die Kunst ist für sie ein Werkzeug, um mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten, Barrieren abzubauen oder ganz aufzuheben.
Unterfassade vom Kunsthaus Sursee EINS
Im unteren Bereich der Kunsthaus-Fassade hat der Künstler Wetz eine besondere Waren-Assemblage in Ultramarin und Gold realisiert. Da steht Alltags-Kram neben dem Kunst-Original, mischen sich Gaumenfreuden und Sinnlosigkeiten. Alles ist in Gold verpackt, blinzelt schelmisch oder verspricht erlesenen Genuss. Sogar die berühmte Holzkohle vom Napf hat jetzt ein Goldband und eine besondere Etikette erhalten. Dafür kostet sie in dieser Veredelung ausnahmsweise «dreimal mehr als normal». Das teuerste Produkt ist ein Gemeinschaftswerk von Jean Tinguely und Wetz, das sich auch noch irgendwo im Gestell befindet. Für diese Regal-Fassade wurden laufend neue Produkte von verschiedenen Kunstschaffenden entwickelt.